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04.03.2004
Zahlungsbereitschaft und Angebote nehmen zu
(iBusiness) Der Umsatz des deutschen Marktes für Paid-Content und Paid-Services hat sich innerhalb eines Jahres vervierfacht. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Universität St. Gallen und Firstgate hervor. Demzufolge ist der Markt aber noch lange nicht gesättigt.
In der Praxisstudie 'Paid Content - Paid Services' untersuchten die Universität St. Gallen und Firstgate den deutschen Markt in Bezug auf Marktentwicklung, Marktkennzeichen und Geschäftsmodellen. Sie basiert sowohl auf Konsumentenbefragungen als auch auf Umsatzdaten.
Diese zeigen, dass der Umsatz momentan in fast allen Marktsegmenten im zwei- bis dreistelligen Prozentbereich wächst. Als Grund dafür sehen die Studienautoren Florian Stahl und Fabian Siegel die "entstehende oder zunehmende Zahlungsbereitschaft der Kunden für hochwertigen Premium-Content oder Premium-Services". Diese wachsende Bereitschaft gelte für fast alle Themenbereiche, in denen digitale Inhalte und Services angeboten werden.
Während das Wachstum des Umsatzes mit Bezahldiensten zwischen Juli 2001 und Juli 2002 noch rund 120 Prozent betrug, lag die prozentuale Veränderung zwischen Juli 2002 und Juli 2003 bereits bei 401 Prozent. Besonders stark in Sachen Umsatz wuchsen zwischen 2002 und 2003 die Segmente Business (4186 Prozent) und Spiele (6119 Prozent).
Allerdings gibt es große Unterschiede bei der Zahlungsbereitschaft der Kunden zwischen den einzelnen Marktsegmenten. So liegt beispielsweise der durchschnittliche Umsatz pro Kunde bei den Erwachseneninhalten bei 16,89 Euro. Demgegenüber gibt ein Kunde im Newsbereich durchschnittlich gerade einmal 1,41 Euro aus. Insgesamt liegt der durchschnittliche Umsatz pro Kunde über alle Marktsegmente verteilt bei 5,99 Euro.
Bezahlinhalte sind aber nicht die einzigen Erlösquellen der Paidcontent-Anbieter. Hinzu kommen noch Banner- und EMail-Werbung sowie Nutzerprofile und Paneldaten. So erzielen zwei Drittel der Anbieter ihre Umsätze aus Bezahlinhalten und Werbung. Nur ein Drittel verlässt sich auf lediglich auf die Paidcontent-Einnahmen.
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