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30.01.2004
Ein Viertel aller Europäer kauft online
(iBusiness) Einer aktuellen Studie zufolge kauft ein Viertel aller Europäer online ein. Dies entspricht einer Steigerung des Anteils der Online-Konsumenten am gesamten Handel um rund 20 Prozent gegenüber vor einem Jahr.
Am häufigsten füllen die Konsumenten in Großbritannien ihren Einkaufwagen online, gefolgt von Deutschland, Schweden, den Niederlanden und Frankreich, während in Italien und Spanien eher selten in Online-Shops eingekauft wird. Mit Ausnahme von Italien, das Spanien auf den letzten Platz verwiesen hat, ist damit auf die einzelnen Länder bezogen die Beliebtheitsskala beim privaten E-Commerce im Vergleich zu 2002 unverändert geblieben. Rund 62 Prozent aller Online-Haushalte in Großbritannien, 55 Prozent in Deutschland und 48 Prozent in Schweden kaufen regelmäßig im Web ein, was eine Steigerung bei den drei Spitzenreitern um je sieben bis acht Prozentpunkte bedeutet.
Mit einem Anteil von annähernd 56 Prozent sind die männlichen Online-Konsumenten leicht überrepräsentiert. Das Research- und Beratungsunternehmen Forrester Research geht jedoch davon aus, daß die europäischen Online-Konsumentinnen in spätestens 18 Monaten bei den Web-Einkäufen gleichziehen werden. Der Betrag, der im Schnitt innerhalb von drei Monaten für Einkäufe im Web ausgegeben wird, beziffert sich auf rund 270 Euro bei den Männern und 198 Euro bei den Frauen, die ihre Waren zu 41 Prozent beziehungsweise 35 Prozent per Kreditkarte bezahlen.
Kaum Veränderungen zeigen sich bei den beliebtesten Warenkategorien, die im Internet gekauft werden. Bücher, Musik, Urlaubsreisen, Videos/DVDs, Veranstaltungstickets und Kleidung sind auch weiterhin auf den vorderen sechs Plätzen. Während Frauen am liebsten Bücher und Kleidung im Web kaufen, suchen Männer nach den Kategorien Musik und Videos/DVDs sowie Hardware- und Software-Zubehör für Computer, Artikel die sich auch weiterhin unter den Top 10 finden.
Unterschiedlich sind die Wege, so Forrester-Analystin Reineke Reitsma, die Männer und Frauen zu ihrem Einkaufserlebnis führen. Während Männer hier bei der Anbietersuche am ehesten auf Suchmaschinen oder Suchportale setzen, vertrauen Frauen stärker auf Kataloge oder Broschüren. Ebenfalls wichtig sind für alle Konsumenten Hinweise im Bekanntenkreis oder von Arbeitskollegen, Werbung oder die Bekanntheit des Anbieters. Sind die Internet-Shopper mit ihrem Online-Anbieter zufrieden, sind die Chancen für diesen auf eine Stammkundschaft relativ groß - vorausgesetzt, er hat auf jeden Fall die jeweiligen Lieblingsmarken im Angebot.
Groß ist auch die Neigung, ausgiebig im Shop zu surfen, bevor die eigentliche Kaufentscheidung gefällt wird. Ob im Endeffekt bei einem Online-Shop gekauft wird oder nicht, hängt von der offerierten Sicherheit der Bezahlvorgänge genauso ab, wie vom Umgang mit persönlichen Daten, unkomplizierten Bestellvorgängen und einfacher Produktsuche, Schnelligkeit der Lieferung und schließlich auch dem günstigen Preis. (cr) |  |