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25. März 2016 Wirtschaftskrimininalität betrifft immer mehr Unternehmen

Kürzlich ist die PWC Wirtschaftskriminalitätsumfrage 2016 erschienen und die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Trend zur Cyberkriminalität und, dass hier nach wie vor große Versäumnisse herrschen.

 
Große Veränderungen bei Wirtschaftskriminalität
 
Mehr als ein Drittel aller befragten Unternehmen sind in den letzten 24 Monaten Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden und die Ergebnisse zeigen zum ersten mal seit dem Beginn der Wirtschaftskrise 2008/9 einen leichten Rückgang der Fälle (wenn auch nur sehr leicht mit ~1%). Dies könnte man so interpretieren, dass viele der Präventivmaßnahmen endlich Wirkung zeigen. Leider ist aber im gleichen Zuge die Aufdeckung solcher Verbrechen um 7% zurückgegangen, was einen besorgenden Trend abbildet: Wirtschatskriminalität unterliegt derzeit starken Veränderungen und die Maßnahmen vieler Firmen können damit nicht Schritt halten.
 
Die größte Veränderung hierbei betrifft die Art der Verbrechen. Traditionell besteht Wirtschaftskriminalität vor allem aus Unterschlagung, Bestechung,Korruption und Bankbetrug. Alle diese Verbrechen verzeichnen einen leichten Rückgang, aber ein Verbrechen hat es nun erstmals, seit es 2011 in der Umfrage aufgetaucht ist, auf Platz 2 geschafft: Cyberkriminalität.
 
So hat sich zum Beispiel in Frankreich Cyberkriminalität seit 2014 fast verdoppelt und auch Großbritanien verzeichnet einen Anstieg von über 80%. Das liegt wohl vor allem daran, dass Unternehmen bei Cyberkriminalität nach wie vor großteils auf sich allein gestellt sind. Polizei und Ermittlungsbehörden sind in den meisten Fällen nicht in der Lage Schritt zu halten und die Aufklärungsrate ist sehr niedrig im Vergleich zu anderen Wirtschaftsverbrechen. Umso größer ist deswegen die Motivation von Kriminellen, es locken große Gewinne und vergleichsweise geringes Risiko.
 
Unser Fazit:
 
Wir können bei unserer täglichen Arbeit immer wieder feststellen, dass die IT-Sicherheit in vielen Firmen oft vernachlässigt wird. So verwenden nach wie vor viele Firmen viel zu kurze und unsicher Passwörter, haben nicht gewartete Firewalls im Einsatz und verwenden veraltete Software mit oft großen Sicherheitslücken. Die Behebung dieser Probleme ist inzwischen selbst für den geübten Nutzer oft nicht mehr allein lösbar sondern erfordert Expertenwissen.
 
 
Zum Original: http://www.pwc.com/gx/en/services/advisory/consulting/forensics/economic-crime-survey.html